Wenn der Start ins Familienleben schwerfällt

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Die Geburt eines Kindes ist ein grosser Einschnitt – voller Freude, aber manchmal auch voller Überforderung. Wenn Traurigkeit, Erschöpfung oder innere Leere nicht mehr verschwinden, kann eine postpartale Depression dahinterstecken. Darüber zu sprechen und Hilfe anzunehmen, ist ein wichtiger erster Schritt.

Mit der Geburt eines Kindes beginnt für Eltern eine intensive neue Lebensphase. Neben Glück, Staunen und Liebe können auch Unsicherheit, Schlafmangel und emotionale Belastungen auftreten. Für manche Eltern entwickelt sich daraus eine postpartale Depression (PPD) – eine ernstzunehmende, aber gut behandelbare psychische Erkrankung.

Postpartale Depressionen betreffen nicht nur Mütter. Auch Väter können in den Wochen und Monaten nach der Geburt depressive Symptome entwickeln. Fachstellen gehen davon aus, dass bis zu jede fünfte Mutter und rund jeder zehnte Vater betroffen sein können.

Mehr als der «Babyblues»

Viele Frauen erleben kurz nach der Geburt den sogenannten Babyblues: Stimmungsschwankungen, Weinen ohne klaren Grund, erhöhte Sensibilität. Diese Phase ist meist nach wenigen Tagen vorbei.
Eine postpartale Depression hingegen hält länger an, oft über Wochen oder Monate, und belastet den Alltag, die Beziehung zum Kind und das familiäre Zusammenleben deutlich stärker.

Mögliche Anzeichen

Eine postpartale Depression zeigt sich unterschiedlich. Häufige Anzeichen sind:

  • anhaltende Traurigkeit oder innere Leere

  • starke Erschöpfung und Antriebslosigkeit

  • Schuld- und Versagensgefühle

  • Rückzug von Familie und Freund:innen

  • Ängste, besonders um das Kind

  • Schlaf- oder Appetitstörungen

  • das Gefühl, keine Freude empfinden zu können

Diese Gefühle sagen nichts über die Liebe zum Kind oder die Qualität als Eltern aus.

Warum frühe Unterstützung wichtig ist

Viele Betroffene zögern, Hilfe zu suchen – aus Scham, aus Angst vor Bewertungen oder weil sie glauben, „funktionieren“ zu müssen. Doch je früher eine postpartale Depression erkannt wird, desto besser sind die Chancen auf Entlastung und Heilung.

Unterstützung kann unterschiedlich aussehen:

  • Gespräche mit Partner:in, Familie oder Freund:innen

  • Begleitung durch Ärzt:innen, Hebammen oder psychologische Fachpersonen

  • Austausch mit anderen betroffenen Eltern

  • kleine Schritte der Selbstfürsorge im Alltag

Du bist nicht allein

Postpartale Depressionen sind keine persönliche Schwäche, sondern eine menschliche Reaktion auf grosse körperliche, emotionale und soziale Veränderungen. Hilfe anzunehmen ist ein Zeichen von Verantwortung – für sich selbst, für das Kind und für die Familie.

Wenn du merkst, dass dich belastende Gefühle nicht loslassen, darfst du dir Unterstützung holen. Es gibt spezialisierte Beratungsstellen, die vertraulich und kompetent begleiten. Die Webseite des Vereins «Periparto» bietet umfassende Informationen und Hilfsnagebote.

 



Herausgebende Kirchen

Reformierte Kirche Kanton Zürich
Hirschengraben 50
8001 Zürich
www.zhref.ch

Katholische Kirche im Kanton Zürich
Hirschengraben 66
8001 Zürich
www.zhkath.ch

Reformierte Kirchen Bern-Jura-Solothurn
Altenbergstrasse 66
3000 Bern 22
www.refbejuso.ch

Römisch-katholische Landeskirche des Kantons Bern
Zähringerstrasse 25
3012 Bern
www.kathbern.ch

Kooperationspartner

Römisch-Katholische Kirche im Aargau
Feerstrasse 8
5001 Aarau
www.kathaargau.ch

Evangelisch-reformierte Landeskirche Graubünden
Loëstrasse 60
7000 Chur
www.gr-ref.ch

Evangelisch-reformierte Kantonalkirche Schaffhausen
Pfrundhausgasse 3
8200 Schaffhausen
www.ref-sh.ch

Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St.Gallen
Oberer Graben 31
9000 St.Gallen
www.ref-sg.ch

Römisch-katholische Landeskirche des Kantons Luzern
Abendweg 1, Postfach
6000 Luzern 6
www.lukath.ch

Bistum Basel
Baselstrasse 58, Postfach
4502 Solothurn
www.bistum-basel.ch

Bistum St. Gallen
Klosterhof 6b
9001 St. Gallen
www.bistum-stgallen.ch

Verband Kind und Kirche
Chileweg 1
8415 Berg am Irchel
www.kindundkirche.ch

Reformierte Kirche Aargau   
Stritengässli 10
5001 Aarau
www.ref-ag.ch